• 10. Februar 2017

Reise- und Rennbericht – Romy Kasper in Australien, Teil 2

Nach der Tour Down Under in und um Adelaide, hatten wir noch 2 Tage, um Adelaide und Umgebung "unsicher" zu machen und etwas zu genießen. Natürlich erst nachdem wir die Trainingskilometer abgespult hatten. Wir waren an einem Nachmittag am Strand, was für mich im Januar dann schon etwas komisch war. Anschließend noch zum Barbecue bei einer meiner beiden australischen Teamkolleginnen. Das war ein schöner Abschluss.

Am nächsten Tag ging es zur letzten "Australien Station" nach Melbourne. Dort stand für uns ein Kriterium auf dem Formel 1 Kurs auf dem Programm, sowie das "Cadel Evans Great Ocean Race" am Samstag als letztes Rennen.
Ein weiteres Highlight erwartete uns noch vor dem Kriterium. Die Organisation der Rennen ermöglichte uns einen Besuch der parallel in Melbourne stattfindenden Australian Open. Wir waren dabei beim Viertelfinale zwischen Zverev (GER) und Federer (SUI) und konnten das Flair rund um die Spiele dort etwas genießen. Ein unvergessliches Erlebnis auch für mich als "Nicht"-Tennis Fan.

Zwei Tage später wurde es dann aber wieder ernst und das Kriterium stand auf dem Programm. Es wurde vom Startschuss an Vollgas mit einem 44er Schnitt gefahren, war ja auch auf der Formel 1 Strecke. Wie vorher bereits vermutet, lief es aufgrund der nicht vorhandenen topografischen Schwierigkeiten auf einen Schlusssprint raus, sodass wir wieder an unserem Sprintzug feilen konnten.

Es klappte alles recht gut und unsere Sprinterin Chloe wurde leider im Fotofinish nur um Millimeter geschlagen. Also wiederum ein Podium. Wir waren zwar aufgrund der Knappheit etwas enttäuscht im ersten Moment, können aber schon sehr zufrieden sein, wie gut die Verständigung während des Rennens und vor allem die Sprintvorbereitung schon klappt.

Nach einem Ruhetag mit Streckenbesichtigung für den folgenden Tag, stand dann das letzte Rennen auf dem Programm. Von der Charakteristik würde ich es als Frühjahrsklassiker mit etwas zu warmen Temperaturen bezeichnen. Zur kurzen Erklärung: Der 1. Teil der Strecke war sehr windanfällig und es bestand die Gefahr, dass auf der Windkante das Feld in kleine Gruppen geteilt wird. Und nach einem etwas entspannteren Mittelteil folgen zum Schluss die aus Belgien bekannten Klassiker - Anstiege.

Am Renntag war es dann auch sehr windig und es kam zu mehreren Windkanten - Situationen bei denen wir immer zu dritt (inklusive mir) in der ersten, ca. 20 Mädels umfassenden Gruppe zu finden waren. Leider rollte im Mittelteil wieder alles zusammen, so dass die Entscheidung an den kurzen knackigen Anstiegen fiel. Dort löste sich meine Teamkollegin Janneke mit einer 4-köpfigen Spitzengruppe. Leider wurden ihre und auch unsere Träume von einem Sieg oder Podium 5 km vor dem Ziel durch einen Defekt zu Nichte gemacht. Somit hatten wir leider mit der Rennentscheidung nichts mehr zu tun. Trotz allem waren wir mit dem Rennen zufrieden und ich persönlich auch mit meinem 2. Platz in der Zwischensprintwertung punktgleich mit der 1., wobei leider das bessere Endergebnis den Ausschlag zu ihren Gunsten gab.

Anschließend hieß es Räder verpacken und ab zum Flughafen und mit ganz viel Wehmut bin ich dann in den Flieger Richtung Heimat eingestiegen. Allerdings auch mit Vorfreude auf 1 Woche Ski Langlauf. Der komplette Gegensatz nach fast 4 Wochen Australien im Sommer, aber endlich hatte ich mal wieder Zeit dafür auf Ski zu stehen und auch den Schnee zu genießen.

Nach einer Woche "Heimaturlaub" heißt es dann am 13. Februar Abflug nach Mallorca, um sich in der Wärme nochmal den letzten Feinschliff für die nahenden Klassiker zu holen. Denn am 25. Februar fängt auch die Saison in Europa für uns an.

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